Die militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen dauert an. Der einstige Auslöser ist ein friedlicher Protest im März 2011. Die Menschen in Syrien gehen für politische Reformen auf die Straßen. Das Ganze eskaliert zu einem bewaffneten Konflikt. Durch die wachsende Einflussnahme von Interessengruppen aus dem Ausland, spitzt sich der Konflikt bis heute weiter zu. 

Während die einen voller Hoffnung auf politische Reformen protestieren, desertieren Soldaten der regulären Armee und beginnen gegen das Assad-Regime zu kämpfen. Syriens Präsident Baschar al-Assad regiert das Land, wie damals sein Vater, Hafiz al Assad, tyrannisch und brutal. Dabei genießt er die Sicherheit durch seinen gewaltigen Sicherheitsapparat der aus Geheimdiensten, Militär und Polizei besteht. Angeregt durch die Revolutionen in anderen arabischen Ländern, forderten dann auch Syrer ein Ende der repressiven Macht Assads und Gegner Assads und der Korruption im Staat.

Der Bürgerkrieg ist ein militärischer Konflikt zwischen Anhängern der Regierung vom Präsidenten und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen. Durch die andauernde Auseinandersetzung  nahm die Einflussnahme aus dem Ausland zu, und neben dem Ansturm von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Das ursprüngliche Ziel der Opposition, die Demokratisierung in Syrien einzuführen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle, denn in den Vordergrund tritt nun ein Kampf aus religiösen und ethnischenUrsachen.

Wer sind Assads Gegner?

Ein eher konservatives, von Sunniten dominiertes Bündnis, in der syrischen Opposition und damit einer der wichtigsten Akteure, ist der syrische Nationalrat (SNC), dessen Ziel es ist Assad um jeden Preis zu stürzen, zur Not auch mit militärischer Hilfe aus dem Ausland. Ein weitere Gegner Assads ist das Nationale Koordinationskomitee, deren Ziel der Rücktritt des letzteren ist, anders als das SNC lehnt das NCC aber eine militärische Aktion strikt ab. Wegen seiner Nähe zu Assads Regime wird das von vielen Oppositionellen nicht akzeptiert.

Daneben bilden die so genannten Muslimbrüder mit einigen Christen zusammen einen Teil der Nationalen Koalition. Diese Muslimbrüder betrachten die radikalen islamistischen Kampftruppen in Syrien als Widersacher. Im Sommer 2011 entsteht als Vereinigung von Deserteuren der syrischen Armee, die Freie Syrische Armee (FSA), welche als Aufgabe hatte, die Zivilbevölkerung zu schützen. Man wirft der FSA Menschenrechtsverletzungen vor. Heute umfassen sie mehrere Zehntausend Kämpfer, die teils gegen Dschihadisten kämpfen, teils mit ihnen kooperieren. Der FSA gehören fast nur Syrer an.

Im Mai 2011 kommen einige politische Gefangene im Rahmen einer Absolution aus dem Regimegefängnissen frei, um sich dann Ende 2011 zur Harakat Ahrar al-Scham zusammenzuschließen. Mit bis zu 20.000 Kämpfern und guter Ausstattung ist sie eine der mächtigsten Organisationen im Bürgerkrieg geworden. Ihr Ziel ist die Gründung eines islamischen Staates. Im Gegensatz zu den Al-Kaida- nahen Dschihadisten sind sie dazu bereit, Ansprüche der syrischen Bevölkerung zu berücksichtigen.

Die Dschabhat al-Nursa, eine in religiösen Kategorien den kende Gruppe mit klar dschihadistischem Hintergrund entstand Anfang 2012 an der Front. Durch den Sturz Assads will die DN die Voraussetzungen eines panislamischen Kalifats schaffen, zu ihren Methoden gehört unter anderem die Anwendung von Sprengsätzen, Selbstmordattentate, Mord an Andersgläubigen, aber auch die Teilnahme an Gefechten. Die DN verfügt über rund 10.000 Kämpfer, darunter viele Ausländer.

Einsatz von Chemiewaffen?

«Wir haben keine Chemiewaffen eingesetzt. Das ist falsch. Und das Bild, das Sie von mir zeichnen, von einem, der sein eigenes Volk umbringt, ist es auch», dies war die Aussage des syrischen Präsidenten über den Chemiewaffeneinsatz am 21. August. Zum Bericht der UN-Inspekteure über einen Giftgasangriff an dem Tag äußerte sich der syrische Präsident: «Keiner kann mit Bestimmtheit sagen, dass Raketen verwandt wurden». Dafür warf er den Rebellen erneut vor, Sarin eingesetzt zu haben. Darüber hinaus sei er bereit, mit ausländischen Chemiewaffenexperten zusammenzuarbeiten. «Wir sind transparent, die Experten dürfen zu jeder Anlage gehen. Sie werden alle Daten von uns bekommen», sagte der syrische Präsident. Nach Schätzungen verfügt das Assad-Regime über rund 1000 Tonnen Chemiewaffen. Nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates soll das Land Mitte 2014 chemiewaffenfrei sein.

Obama machte verständlich, dass ein Einsatz von chemischen Waffen durch das syrische Regime, den Einflug der Amerikaner zur Folge haben würde. Jedoch soll es Beweise dafür geben, dass der saudische Geheimdienstchef Bandar bin Sultan die Waffen nach Syrien vermittelt haben soll, wobei einige der Rebellen angeblich noch nicht einmal wussten, um was für Waffen es sich handelt. Durch die falsche Handhabung sind viele Zivilisten und auch Rebellen umgekommen. Die Verbindung zu Saudi-Arabien wurde mehrfach durch die Rebelleselbst bestätigt. Die meisten von ihnen beziehen auch ihre Gehälter von dort. Hervorgeht, dass es sehr wahrscheinlich die Rebellen, und nicht die Regierung, waren, die das Gift Sarin einsetzten. Eine UNO-Kommission stellte dies im Mai fest. UNO-eneralsekretär Ban-Ki-Moon veranlasste eine zweite Untersuchung von Experten, welche aber seltsamerweise ins Stocken geraten ist. Aktuell gibt es ein von der UNO beauftragtes Expertenteam in Syrien, welches aber nun lediglich feststellen soll, OB chemische Waffen eingesetzt wurden. Die Frage lautet also nicht mehr WER sie einsetzte, sondern OB sie eingesetzt wurden.

Doch was spielt sich hinter den Kulissen ab?

Auf der einen Seite stehen gegen Assad die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, die Türkei sowie Israel. Rückendeckung erhalten sie  von Deutschland und England. Zu Assads Gunsten stehen Russland, so wie der Iran und China.

Katar soll in naher Zukunft als Energielieferant eine Alternative für die europäischen Staaten werden, welche bisher bezüglich des Erdgases komplett von Russland abhängig sind. Denn der russische Energie Konzern Gazprom ist einer der Marktführer und im Nahen Osten stark präsent. Zudem wird von den Golfstaaten eine Pipeline von Katar bis in die Türkei geplant (die Türkei und Israel würden ebenfalls davon profitieren), aber mit Assad in Syrien, wird diese nicht gebaut werden.

Somit wäre für Russland Syrien von Interesse, weil Russlands Vorteil bei einer Kooperation, laut dem saudischen  geheimdienstchef, eine Einigung mit den Golfstaaten über Fördermengen und Ölpreise wäre.

Auch ansonsten besitzt Syrien große Mengen an Erdöl, Erdgas und Wasser. Wasser wird in naher Zukunft der wahrscheinlich wertvollste Rohstoff sein.

Die Opfer

Seit Beginn des Aufstands gegen Diktator Baschar al-Assad im März 2011 sollen laut UNO bislang 70.000 Opfern getötet worden sein, aber die oppositionsnahe Beobachtungsgruppe für Menschenrechtn zeichnet ein noch düstereres, Bild vom Krieg in Syrien: Min-taughter destens 94.000 Menschen wurden demnach getötet.

4,2 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht, 2,6 Millionen haben das Land verlassen.

Wer war eigentlich… Edward Munch?

Edvard Munch, ein norwegischer Maler und Wegbereiter des Expressionismus, wäre am 12. Dezember vergangenen Jahres 150 Jahre alt geworden. Auch nach seinem Tod vor fast 70 Jahren, gedenkt man seiner weiter. Eine Jubiläumsaustellung namens „Munch 150“, die aus einer Zusammenarbeit des Munch Museums und des Nationalmuseums für Kunst, Architektur und Design entstand, umfasst 250  Werke und war bis Mitte Oktober 2013 in Oslo zu sehen. (mehr Infos dazu auf: www.munch150.no) Aber nicht nur in Norwegen, sondern auch in anderen Ländern wurden Ausstellungen zu Ehren Munchs 150. Geburtstag veranstaltet, darunter auch Deutschland und die Schweiz. Mehr  zu Munchs Leben und seinen Werken findet ihr auf S. 18.